Rietberg-Westerwiehe. Nach einem ereignisreichen Jubiläumsjahr geht es für die Westerwieher St.-Laurentius-Schützen wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser. Gleichwohl haben sie während ihrer Generalversammlung wichtige Weichenstellungen für die Zukunft des Schützenwesens im Kükendorf vorgenommen.
Führungsriege endlich wieder komplett
Nach mehreren Jahren ist die Führungsriege der mehr als 700 Mitglieder zählenden Bruderschaft wieder komplett. Brudermeister Detlev Hanemann hat ab sofort wieder zwei Stellvertreter – und nicht nur einen, wie zuletzt. Zum zweiten stellvertretenden Schützenchef wählten die Grünröcke einstimmig Christian Schlingschröder. Erster stellvertretender Brudermeister bleibt Thomas Brüggemann.
Doppelfunktion für Christian Schlingschröder
Schlingschröder hat im Vorstand der Bruderschaft künftig eine Doppelfunktion inne. Er steht dem Verein seit vielen Jahren als Schriftführer treu zu Diensten. Dabei soll es vorerst auch trotz der Übernahme des Vize-Vorsitzes bleiben.
Detlev Hanemann bald seit 25 Jahren Teil der Vorstandsspitze
Das Amt des zweiten stellvertretenden Brudermeisters war über Jahre vakant. Das hat sich nun geändert. Unwesentlich ist die Personalie auch deshalb nicht, weil Brudermeister Detlev Hanemann seinen Rückzug angekündigt hat. Wenn seine Amtszeit in zwei Jahren endet, will er aus Altersgründen nicht erneut für das Spitzenamt kandidieren. Wenn er 2028 abtritt, wird er 25 Jahre lang Teil der Vorstandsspitze gewesen sein: 15 Jahre als stellvertretender Brudermeister und zehn Jahre als erster Brudermeister.
Dietmar Sasse bleibt Oberst, Norbert Mertensmeier sein Stellvertreter
Die Vorstandswahlen brachten weitere Personalentscheidungen. Jeweils einstimmig wiedergewählt wurden Diakon Lothar Ommer als Präses, Dietmar Sasse als Oberst, Norbert Mertensmeier als stellvertretender Oberst, Nimo Sudbrock als Pressereferent, Willi Hartkamp als stellvertretender Pressesprecher und Ralf Funke als Beisitzer.
Westerwieher Jungschützen haben viel vor
2025 hat die Schützenbruderschaft ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Im kommenden Jahr steht den Jungschützen ein Jubiläum ins Haus. Dann besteht die Nachwuchsabteilung 50 Jahre. Aus diesem Grund richten die Westerwieher Jungschützen am 8. und 9. Mai 2027 federführend das Bezirksschützenfest aus. Die Planungen haben bereits begonnen, wie Jungschützenchef Henning Kerkstroer und sein Stellvertreter Henry Rodenbeck während der Generalversammlung in der Festhalle Kreutzheide erklärten.
Maibaumfest am 30. April bei Kreutzheide
Viel vorgenommen hat sich die 90 Mitglieder starke Jungschützenkompanie auch für das laufende Jahr. Ende April wollen die Jungschützen eine alte Tradition aufleben lassen: Das feierliche Aufstellen des Maibaums vor der Gaststätte Kreutzheide soll nach längerer Pause eine Neuauflage erfahren. Dazu haben sie Stamm, Krone und Vereinsschilder des Maibaums in den vergangenen Monaten aufwendig restauriert. Zum Maibaumaufstellen mit anschließendem Tanz in den Mai ist am Donnerstag, 30. April, ab 18 Uhr jeder willkommen.
Sportschützen und Brauchtumsgruppe gut aufgestellt
Zahlreiche Erfolge verbuchen konnten im zurückliegenden Jahr die Sportschützen, die 109 Mitglieder (davon 71 aktive) zählen. Die Aktivitäten der Gruppe Brauchtum und Heimatpflege um Vorsitzenden Josef Schlüter waren geprägt vom Aufstellen zweier restaurierter Grenzsteine am Steinhorster Becken und „Im Thüle“. Großer Beliebtheit erfreuten sich die insgesamt sechs Filmabende im Pfarrheim, bei denen historische Aufnahmen aus der Zeit von 1950 bis etwa 1973 gezeigt wurden – nicht nur, aber auch vom Schützenfest.
Kein Kommersabend in diesem Jahr
Der Kommersabend eine Woche vor dem Schützenfest ist zu einem festen Termin im Kalender der Grünröcke geworden. Der Probemarsch durchs Dorf mit anschließender Vergabe von Schießauszeichnungen und Beförderungen erfreut sich seit seiner Einführung vor einigen Jahren großer Beliebtheit. Trotzdem müssen die Schützen in diesem Jahr ausnahmsweise darauf verzichten. Hintergrund ist eine Terminkollision: Denn am Samstag, 18. Juli, feiert der Musikverein Westerwiehe sein 100-jähriges Bestehen. Dabei wollen die Schützen den Musikern nicht in die Quere kommen. Der Kommersabend, der für diesen Termin geplant war, entfällt. Ehrungen und Beförderungen werden zum Auftakt des Schützenfests von Samstag bis Montag, 25. bis 27. Juli, nachgeholt. „2027 wird es den Kommersabend aber in jedem Fall wieder geben“, versichert Brudermeister Detlev Hanemann.
Zum Bild:
Blicken mit Zuversicht in die Zukunft der Schützenbruderschaft St. Laurentius Westerwiehe: (v.l.) Pressewart Nimo Sudbrock, stellvertretender Oberst und Bataillonskommandeur Norbert Mertensmeier, Kassenführer Raphael Rothfeld, Schriftführer und zweiter stellvertretender Brudermeister Christian Schlingschröder, Brudermeister Detlev Hanemann, erster stellvertretender Brudermeister Thomas Brüggemann, Königin Monja Honerlage, König Nils Honerlage und Oberst Dietmar Sasse.