Fest am 30. April: Jungschützen laden zum Maibaum-Aufstellen ein

Rietberg-Westerwiehe. Kein Maibaum in Westerwiehe? Das war aus Sicht der Jungschützen ein unhaltbarer Zustand. Also haben sie mit vereinten Kräften Ersatz für das morsche Exemplar geschaffen, das bis vor einigen Jahren stets zum Beginn des Wonnemonats vor der Gaststätte Kreutzheide aufgestellt wurde.

Tanz in den Mai

Unansehnlich war der bisherige Westerwieher Maibaum über die Jahre geworden. Vor allem war er aber auch nicht mehr standsicher. Deshalb kam er 2022 zum letzten Mal zum Einsatz.
Das ändert sich nun: Am Donnerstag, 30. April, wird nicht nur der neue Maibaum im Biergarten der Gaststätte Kreutzheide in Position gebracht, sondern es gibt erstmals seit Langem auch wieder einen Tanz in den Mai.

Platzkonzert des Musikvereins Westerwiehe

Das Programm steht längst fest: Ab 18 Uhr sind am Donnerstag Interessenten jeden Alters willkommen. Gegen 19 Uhr soll dann der Maibaum aufgestellt werden. Untermalt wird das freudige Ereignis durch den Musikverein Westerwiehe, der vor Ort ein Platzkonzert gibt. Ab etwa 21 Uhr schließt sich ein schwungvoller Partyabend im Gastraum der Gaststätte Kreutzheide an: mit Longdrinks, weiteren kühlen Getränken sowie Bratwurst- und Pommes-Stand. Für Musik sorgt ein DJ aus den Reihen der Jungschützen.

Nachwuchsabteilung organisiert Maibaum-Aufstellen in Eigenregie

In Sachen Maibaumfest liefen in den vergangenen Wochen und Monaten sämtliche Fäden bei den Jungschützen zusammen. Die Nachwuchsabteilung der St.-Laurentius-Bruderschaft kümmerte sich nicht nur um den Bau des neuen Maibaums, sondern auch um die Organisation des Fests.
Dankbar sind die Jungschützen Barbara und Martin Kreutzheide, die ihnen die Gaststätte im Herzen des Dorfs an diesem Abend überlassen. Die Nachwuchsabteilung der Bruderschaft kann das Maibaumfest folglich in Eigenregie ausrichten und darf die erwirtschafteten Gewinne größtenteils für sich behalten. „Das gibt uns eine gute finanzielle Grundlage, um den Maibaum auch in den kommenden Jahren ohne zusätzliche Förderung pflegen zu können“, sagt Jungschützenmeister Henning Kerkstroer. Eingesetzt werden soll das Geld aber auch für viele weitere Projekte der Vereinsjugend.

Vom alten Maibaum war der Lack ab

„Der alte Maibaum war nicht mehr zu retten“, sagt der erste stellvertretende Jungschützenmeister Henry Rodenbeck. „Deshalb haben wir einen komplett neuen gebaut.“
Als Stamm für den neuen Maibaum dient ein früherer Telefonmast. Den strichen die Jungschützen in den Farben Grün und Weiß an. Zudem fertigten sie zwei neue Kränze aus Kunstgrün an, die künftig die Spitze des Maibaums zieren. Auf Vordermann brachten sie die teils verwitterten Tafeln mit den Wappen der Westerwieher Vereine, die ebenfalls Teil des Baumschmucks sind. Zudem wurden auch einige neue Tafeln in Auftrag gegeben, sodass nun die Logos von 15 Vereinen und Gruppierungen aus dem Hühnerdorf den Stamm zieren. Die Arbeiten waren umfangreich und dauerten mehrere Monate.

Ermöglicht wurde das Projekt namens Maibaum-Instandsetzung durch eine finanzielle Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Jungschützen hatten eine Förderung im Rahmen des Projekts „2000 mal 1000 Euro für Junges Engagement in NRW“ erhalten. Darüber hinaus standen Privatpersonen und Unternehmen aus dem Stadtteil Gewehr bei Fuß, um die Jungschützen bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.

„Wir Westerwieher halten zusammen“

„Wenn es darauf ankommt, halten die Westerwieher zusammen“, sagt Henning Kerkstroer. Das habe sich auch beim Maibaum-Projekt gezeigt. Er und seine Mitstreiter hoffen nun, dass möglichst viele Einwohner des Stadtteils und darüber hinaus der Einladung zum Maibaumfest folgen, „um das Miteinander zu feiern“.

Zum Bild:

Haben die notwendigen Vorbereitungen für die Neuauflage des Westerwieher Maibaumfests getroffen: (v.l.) Marcel Funke (zweiter stellvertretender Jungschützenmeister), Henry Rodenbeck (erster stellvertretender Jungschützenmeister), Jannis Grenzheuser (stellvertretender Kompaniechef), Lennart Rehage (Beisitzer), Lennard Rehkemper (Beisitzer) und Henning Kerkstroer (Jungschützenmeister).